Sie sind hier: SAXA Verlag Berlin - Haupttext - Reihen - Skripte Interkulturelle Germanistik - Band 2 - Das Buch
Im vorliegenden zweiten Band werden die Parteien und Verbände einschließlich der Kirchen als Vermittler zwischen Staat und Gesellschaft betrachtet. Während die Parteien dem staatlichen Bereich zugeordnet sind und das Erscheinungsbild der Politik in hohem Maße prägen, sind die Verbände stärker an der Gesellschaft orientiert bzw. der Wirtschaft und der Kultur verpflichtet. Die Parteien als Träger politischer Programme haben die Funktion, Konzepte zu formulieren und Interessen zu bündeln; zudem suchen sie, Macht zu erringen, um darüber ihre Vorstellungen umzusetzen. Die Verbände - in einem vorpolitischen Raum angesiedelt - stellen als Scharniere die Verbindung zwischen Gesellschaft und Komplexen wie Wirtschaft, Kultur und Politik her.
Die Interessen sind sehr heterogener Natur: Während bei den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden, also den Unternehmerorganisationen und den Gewerkschaften, ökonomische Interessen die zentrale Rolle spielen, sind es bei den Kirchen ideelle oder kulturelle Vorstellungen, die wahrgenommen und in Gesellschaft und Politik hineingetragen werden. So knüpfen die ökonomischen Interessenvertretungen Verbindungslinien zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik; die Kirchen hingegen vermitteln zwischen Religion und Moral einerseits sowie Gesellschaft und Politik andererseits.
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